Der Konsumboykott ist ein bewusster Akt von Einzelpersonen, aus politischen Gründen keine Waren und Dienstleistungen israelischer Firmen zu beziehen und internationale Unternehmen zu meiden, die durch ihre Geschäftstätigkeit von den diskriminierenden Praktiken in Israel und in den besetzten Gebieten profitieren. Die Kampagne macht auf israelische Völker- und Menschenrechtsverletzungen aufmerksam und thematisiert die Verstrickung hiesiger Unternehmen in diese Politik. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der systematischen Diskriminierung der palästinensischen Bevölkerung beim Zugang zu Wasser und Land in Israel und den besetzten Gebieten und auf der völkerrechtswidrigen Ausbeutung natürlicher Rohstoffe unter dem Regime der Besatzung.

Zu den Waren aus Israel, die in der Schweiz auf dem Markt sind, gehören:

In der Schweiz fokussiert die Kampagne insbesondere auf Grossverteiler wie Coop und Migros, die sich rühmen, die Nachhaltigkeitsziele des Global Compact zu unterstützen. Dieser besagt, dass Unternehmen „den Schutz der internationalen Menschenrechte unterstützen und achten“ und „sicherstellen sollen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen“. Dafür genügt der Verweis auf die freie Wahl der Konsument_innen nicht. Über 10 000 Personen haben den Aufruf zum Boykott israelischer Produkte unterschrieben und zeigen so, dass sie die Straflosigkeit Israels nicht länger hinnehmen wollen.

Was boykottieren? Informiere dich in unserem Leitfaden und im Not-Shop!

Schick uns auch weitere Fotos von israelischen Produkten. Wir nehmen sie gerne in den Not-Shop auf.

Beiträge zum Thema

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    25.02.2020

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    13.02.2020

    BDS Schweiz begrüsst die Veröffentlichung einer UN-Datenbank von Unternehmen, die sich am Bau und Unterhalt von völkerrechtswidrigen israelischen Siedlungen beteiligen. Diese Firmen müssen für ihre Beteiligung an Völkerrechtsverletzungen zur Verantwortung gezogen werden. Auf der Liste befindet sich auch ein Lieferant von Coop und Migros.

    Medienmitteilung BDS Schweiz vom 13. Februar 2020

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  • Jetzt Bestellen: Poster und Postkarten «Oppose Apartheid»

    18.12.2019

    Bestelle unsere neuen Poster und Postkarten, verschenke sie und mache zum Beispiel auch unter dem Weihnachtsbaum oder in deinem Schaufenster auf die Apartheid in Israel/Palästina aufmerksam. Mit deiner Spende unterstützt du gleichzeitig die Kampagne für «apartheidfreie Zonen»

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    17.12.2018

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  • Sodastream bleibt Ziel von Boykottkampagnen

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    Im August 2018 gab der Konzern Pepsi Co bekannt, dass er das israelische Unternehmen Sodastream übernehmen werde. An der Praxis und den Auswirkungen des Wirtschaftens von Sodastream ändert sich auch mit der Übernahme nichts. Der Hersteller von Trinkwassersprudlern bleibt Ziel von weltweiten Boykottkampagnen wegen seiner Komplizenschaft in schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen gegen die Palästinenser_innen.

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  • Migros und Bio Suisse: Unsere Antwort an euch

    26.03.2018

    Mit einer Postkartenaktion machten Ende 2017 zahlreiche Aktivist_innen und Konsument_innen auf die Problematik israelischer Datteln aufmerksam. Mehrere hundert Karten wurden an Migros, Coop und Bio Suisse geschickt. Von Bio Suisse und Migros erhielten viele Absender_innen eine Antwort. Coop hingegen hüllt sich bis heute in Schweigen. Wir nehmen hier Stellung zu einigen Punkten in den eingegangenen Antwortschreiben.

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