Die Palästinensische Kampagne für akademischen und kulturellen Boykott (PACBI) fordert Kulturschaffende und Kultureinrichtungen weltweit auf, nicht mit kulturellen Institutionen aus Israel zusammenzuarbeiten und Einladungen zur Teilnahme an Veranstaltungen in Israel abzulehnen. Israelische Kultureinrichtungen sind Teil des ideologischen und institutionellen Rahmens, der Palästinenser_innen fundamentale Rechte abspricht. Seit einigen Jahren setzt Israel Kulturschaffende und kulturelle Produktionen gezielt ein, um von seiner aggressiven Politik gegenüber den Palästinenser_innen abzulenken und die Illusion eines toleranten Landes zu vermitteln.

Der kulturelle Boykott inspiriert sich an den Erfahrungen der südafrikanischen Anti-Apartheid-Bewegung. Im Gegensatz zur damaligen Strategie lehnt PACBI den Boykott individueller Kulturschaffender auf der Grundlage ihrer ethnischen, religiösen oder nationalen Identität sowie jegliche Zensur ab und unterstreicht das Recht auf Meinungsfreiheit. 

In der Schweiz haben sich aus Anlass des Festival Culturescapes Israel im Jahr 2011 und des Filmfestivals Locarno 2015 mit seiner Carte Blanche für Israel zahlreiche Kulturschaffende und Intellektuelle dem kulturellen Boykott Israels angeschlossen. Ähnliche Stellungnahmen gab es auch aus Protest gegen die wiederholten militärischen Aggressionen Israels im Gazastreifen oder im Libanon.

Beiträge zum Thema

  • Warum wir zum Boykott von Culturescapes Israel 2011 aufrufen

    07.09.2011

    Das von diversen Kulturinstitutionen, Kantonen und dem Bund subventionierte Kulturfestival Culturescapes rückt seit 2003 jedes Jahr ein anderes Land ins Zentrum, um einem breiten Publikum „fremde Welten“ näherbringen. Mit über 50 000 Eintritten stellte Culturescapes 2010 zu China den bisherigen Höhepunkt dar. Dieses Jahr widmet sich das Festival Israel – auf Initiative der israelischen Botschaft. Wir rufen zum Boykott von Culturescapes auf!

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  • Presseerklärung Culturescapes Israel 2011

    07.09.2011

    Presseerklärung von BDS Schweiz zur Eröffnung des Kulturfestivals Culturescapes Israel 2011:
    Nein zur Instrumentalisierung von Kultur zu Propagandazwecken

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  • Imagekampagne und Radio Lora

    07.09.2011

    Die Imagekampagne der israelischen Regierung und ihrer Botschaften macht auch vor alternativen Radios nicht halt. Im Sommer 2011 versuchte ein Mitarbeiter der israelischen Botschaft in Bern, einen Sendeplatz auf Radio LoRa zu erhalten.

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  • Culturescapes 2011: Kultur im Dienst der israelischen Propaganda

    31.08.2011

    Das von diversen Kulturinstitutionen, Kantonen und dem Bund subventionierte Kulturfestival Culturescapes widmet sich dieses Jahr Israel – auf Initiative der israelischen Botschaft.
    In diesem Dossier finden Sie die Gründe, wieso wir zum Boykott von Culturescapes Israel 2011 aufrufen.

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  • Offener Brief an Guilherme Botelho und Alias Cie

    22.08.2011

    In einem offenen Brief wendet sich BDS Schweiz an den bekannten Choreographen Guilherme Botelho und die Alias Compagnie, den im Rahmen des Kulturfestivals Culturescapes Israel 2011 geplanten Auftritt mit dem Stück Sideways Rain in der Swiss Season in Israel abzusagen.

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  • Dossier Israelische Imagewerbung

    14.08.2011

    Seit etwa sechs Jahren versucht Israel, mit einer neuen PR-Kampagne sein international angeschlagenes Images zu verbessern.
    Im folgenden Dossier finden sich Hintergrundartikel zu Strategien der israelischen Image-Werbung, die auch für den Artikel im Palästina-Info von Frühjahr 2011 herangezogen wurden.

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