Die Palästinensische Kampagne für akademischen und kulturellen Boykott (PACBI) fordert Kulturschaffende und Kultureinrichtungen weltweit auf, nicht mit kulturellen Institutionen aus Israel zusammenzuarbeiten und Einladungen zur Teilnahme an Veranstaltungen in Israel abzulehnen. Israelische Kultureinrichtungen sind Teil des ideologischen und institutionellen Rahmens, der Palästinenser_innen fundamentale Rechte abspricht. Seit einigen Jahren setzt Israel Kulturschaffende und kulturelle Produktionen gezielt ein, um von seiner aggressiven Politik gegenüber den Palästinenser_innen abzulenken und die Illusion eines toleranten Landes zu vermitteln.

Der kulturelle Boykott inspiriert sich an den Erfahrungen der südafrikanischen Anti-Apartheid-Bewegung. Im Gegensatz zur damaligen Strategie lehnt PACBI den Boykott individueller Kulturschaffender auf der Grundlage ihrer ethnischen, religiösen oder nationalen Identität sowie jegliche Zensur ab und unterstreicht das Recht auf Meinungsfreiheit. 

In der Schweiz haben sich aus Anlass des Festival Culturescapes Israel im Jahr 2011 und des Filmfestivals Locarno 2015 mit seiner Carte Blanche für Israel zahlreiche Kulturschaffende und Intellektuelle dem kulturellen Boykott Israels angeschlossen. Ähnliche Stellungnahmen gab es auch aus Protest gegen die wiederholten militärischen Aggressionen Israels im Gazastreifen oder im Libanon.

Beiträge zum Thema

  • Protestkundgebung zur Eröffnung von Culturescapes

    29.09.2011

    Rund 40 AktivistInnen haben am 14. September aus Anlass der Eröffnungsveranstaltung von Culturescapes vor dem Theater in Basel mit Flyern, Transparenten und Schildern gegen das Festival protestiert und PassantInnen auf den Boykott-Aufruf aufmerksam gemacht.

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  • Swiss Season: Komplizenschaft oder Solidarität?

    26.09.2011

    Ein offener Brief von BDS Schweiz, PACBI und Boycott!, unterstützt von zahlreichen anderen Solidaritätsgruppen aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Österreich und den Niederlanden, an die Kulturschaffenden aus der Schweiz, die im Rahmen der Swiss Season von Culturescapes Israel 2011 eingeladen sind, in Israel aufzutreten.

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  • Medienspiegel Culturescapes 2011

    17.09.2011

    Die Berichterstattung über das Festival Culturescapes Israel 2011 ist dominiert durch die Proteste der BDS-Bewegung.

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  • Warum wir zum Boykott von Culturescapes Israel 2011 aufrufen

    07.09.2011

    Das von diversen Kulturinstitutionen, Kantonen und dem Bund subventionierte Kulturfestival Culturescapes rückt seit 2003 jedes Jahr ein anderes Land ins Zentrum, um einem breiten Publikum „fremde Welten“ näherbringen. Mit über 50 000 Eintritten stellte Culturescapes 2010 zu China den bisherigen Höhepunkt dar. Dieses Jahr widmet sich das Festival Israel – auf Initiative der israelischen Botschaft. Wir rufen zum Boykott von Culturescapes auf!

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  • Presseerklärung Culturescapes Israel 2011

    07.09.2011

    Presseerklärung von BDS Schweiz zur Eröffnung des Kulturfestivals Culturescapes Israel 2011:
    Nein zur Instrumentalisierung von Kultur zu Propagandazwecken

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  • Imagekampagne und Radio Lora

    07.09.2011

    Die Imagekampagne der israelischen Regierung und ihrer Botschaften macht auch vor alternativen Radios nicht halt. Im Sommer 2011 versuchte ein Mitarbeiter der israelischen Botschaft in Bern, einen Sendeplatz auf Radio LoRa zu erhalten.

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