Die Palästinensische Kampagne für akademischen und kulturellen Boykott (PACBI) fordert Kulturschaffende und Kultureinrichtungen weltweit auf, nicht mit kulturellen Institutionen aus Israel zusammenzuarbeiten und Einladungen zur Teilnahme an Veranstaltungen in Israel abzulehnen. Israelische Kultureinrichtungen sind Teil des ideologischen und institutionellen Rahmens, der Palästinenser_innen fundamentale Rechte abspricht. Seit einigen Jahren setzt Israel Kulturschaffende und kulturelle Produktionen gezielt ein, um von seiner aggressiven Politik gegenüber den Palästinenser_innen abzulenken und die Illusion eines toleranten Landes zu vermitteln.

Der kulturelle Boykott inspiriert sich an den Erfahrungen der südafrikanischen Anti-Apartheid-Bewegung. Im Gegensatz zur damaligen Strategie lehnt PACBI den Boykott individueller Kulturschaffender auf der Grundlage ihrer ethnischen, religiösen oder nationalen Identität sowie jegliche Zensur ab und unterstreicht das Recht auf Meinungsfreiheit. 

In der Schweiz haben sich aus Anlass des Festival Culturescapes Israel im Jahr 2011 und des Filmfestivals Locarno 2015 mit seiner Carte Blanche für Israel zahlreiche Kulturschaffende und Intellektuelle dem kulturellen Boykott Israels angeschlossen. Ähnliche Stellungnahmen gab es auch aus Protest gegen die wiederholten militärischen Aggressionen Israels im Gazastreifen oder im Libanon.

Beiträge zum Thema

  • Schweizer Köchin hilft bei kulinarischer Weisswaschung

    23.11.2018

    Vom 9. bis 23. November 2018 fand in Israel die vierte Ausgabe der Round Tables Tour statt, bei der Chefköch*innen e aus aller Welt nach Israel eingeladen werden. Das kulinarische Festival ist Teil einer Propagandastrategie, die zum Ziel hat, die israelische Politik der Apartheid weisszuwaschen. Dieses Jahr gaben sich die Round Tables einen feministischen Anstrich. Mit dabei war eine renommierte Sterneköchin aus Basel, die sich in anderen Kontexten durchaus für Menschenrechte engagiert.

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  • Dare to defy apartheid

    20.11.2018

    The Eurovision Song Contest 2019 in Israel is a welcome opportunity for the Israeli government to distract from its oppression of the Palestinians. In just one month, more than one thousand Swiss citizens signed the petition "No Song for Apartheid", launched by a group of more than hundred cultural workers from all over Switzerland. It calls on the Swiss Broadcasting Corporation (SRG SSR) to cancel its participation in this event as a sign that apartheid will not be tolerated.

    Open letter to the management of SRG SSR

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  • Der Apartheid beherzt die Stirn bieten

    20.11.2018

    Der Eurovision Song Contest 2019 in Israel ist für die israelische Regierung eine willkommene Gelegenheit, um von ihrer Unterdrückung der Palästinenser_innen abzulenken. In nur einem Monat unterzeichneten deshalb mehr als tausend Schweizer Bürger_innen die Petition «Keine Bühne für die Apartheid», die von einer Gruppe von mehr als hundert Kulturschaffenden aus der ganzen Schweiz lanciert wurde. Sie fordert die SRG SSR auf, ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung abzusagen als Zeichen, dass Apartheid nicht toleriert wird.

    Offener Brief an die Direktion der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft.

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  • Netta Barzilai, Kulturbotschafterin für Israels Besatzungs- und Apartheidregime

    06.11.2018

    Als israelische Gewinnerin des Eurovision Song Contest vertritt die Sängerin Netta Barzilai den Staat und beteiligt sich an den Bemühungen der israelischen Regierung, einen falschen Anschein von Normalität aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Verletzungen der palästinensischen Menschenrechte und Völkerrechtsverletzungen zu verschleiern.

    Netta tritt am 13. November 2018 in Zürich auf.

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  • Petition: Keine Bühne für die Apartheid

    09.10.2018

    Eine Gruppe von Musiker*innen und Aktivist*innen hat eine Petition gegen eine Schweizer Teilnahme am Eurovision Song Contest 2019 in Israel lanciert. Die israelische Regierung versucht, durch das Austragen des Eurovision von Menschen- und Völkerrechtsverletzungen abzulenken.

    BDS Schweiz ruft dazu auf, die Petition an die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG/SSR) zu unterstützen.

    Zur Petition

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  • Führender Theaterschauspieler Israels verabschiedet sich nach Deutschland und unterstützt BDS

    01.10.2018

    Itay Tiran, der weithin bekannt ist „als Israels führender Theaterschauspieler und -direktor“, sprach sich in einem Interview mit Haaretz für die palästinensisch geführte Kampagne Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) aus. „BDS ist eine legitime Form des Widerstands. Und wenn wir eine bestimmte Art von politischer Diskussion propagieren wollen, die nicht gewalttätig ist, müssen wir diese Stimmen stärken, auch wenn es schwierig ist“ sagte Tiran und fügte hinzu: „ich denke eine normale politische Linke sollte BDS unterstützen“

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