Der Konsumboykott ist ein bewusster Akt von Einzelpersonen, aus politischen Gründen keine Waren und Dienstleistungen israelischer Firmen zu beziehen und internationale Unternehmen zu meiden, die durch ihre Geschäftstätigkeit von den diskriminierenden Praktiken in Israel und in den besetzten Gebieten profitieren. Die Kampagne macht auf israelische Völker- und Menschenrechtsverletzungen aufmerksam und thematisiert die Verstrickung hiesiger Unternehmen in diese Politik. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der systematischen Diskriminierung der palästinensischen Bevölkerung beim Zugang zu Wasser und Land in Israel und den besetzten Gebieten und auf der völkerrechtswidrigen Ausbeutung natürlicher Rohstoffe unter dem Regime der Besatzung.

Zu den Waren aus Israel, die in der Schweiz auf dem Markt sind, gehören:

In der Schweiz fokussiert die Kampagne insbesondere auf Grossverteiler wie Coop und Migros, die sich rühmen, die Nachhaltigkeitsziele des Global Compact zu unterstützen. Dieser besagt, dass Unternehmen „den Schutz der internationalen Menschenrechte unterstützen und achten“ und „sicherstellen sollen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen“. Dafür genügt der Verweis auf die freie Wahl der Konsument_innen nicht. Über 10 000 Personen haben den Aufruf zum Boykott israelischer Produkte unterschrieben und zeigen so, dass sie die Straflosigkeit Israels nicht länger hinnehmen wollen.

Was boykottieren? Informiere dich in unserem Leitfaden und im Not-Shop!

Schick uns auch weitere Fotos von israelischen Produkten. Wir nehmen sie gerne in den Not-Shop auf.

Beiträge zum Thema

  • IKEA liefert nur in Siedlungen

    24.07.2010

    Das schwedische Fernsehen berichtete Ende Juni, dass das internationale IKEA-Mobelgeschäft gekaufte  Möbel nur in israelische Siedlungen in der Westbank ausliefert und nicht in palästinensische Wohngebiete. IKEA unterstützt damit die Apartheidspolitik Israels.

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  • Start der internationalen Boykottkampagne von israelischen Diamanten

    04.06.2010

    Mit dem Slogan "Keine Blutdiamanten aus Israel" startete die irische Solidaritätskampagne eine internationale Boykottkampagne israelischer Diamanten.

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  • Trailer: Film über Jaffa-Orangen

    02.05.2010

    Jaffa war vor 1948 eine international bekannte arabische Marke für Orangen. Der israelische Filmemacher Eyal Silvan zeigt in seinem neuesten Film  «Jaffa, The Orange's Clockwork» wie nach der ethnischen Säuberung von Palästina die Marke zu einem israelisches Produkt wurde.

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  • Migros rechtfertigt Verkauf von Siedlungsprodukten

    19.03.2010

    In einer neueren Antwort bestätigt Migros, dass die Soda Club Sprudler in der Westbank produziert werden (illegale Siedlung Mishor Adumin), rechtfertigt den Verkauf aber mit dem Argument, die Firma beschäftige PalästinenserInnen.

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  • Soda Club: Der Trinkwassersprudler aus illegaler Siedlung und mit Zollvergünstigung

    18.03.2010

    Der Trinkwassersprudler Soda Club wird in vielen Grossverteilern der Schweiz angeboten (Fust, Coop, EPA) und steht wohl auch in manchen Küchen von PalästinafreundInnen. Mit dem Gerät kann Trinkwasser mit CO2 zum Sprudelwasser aufgepeppt werden. Die israelische Herstellerfirma bietet dazu noch zahlreiche Aromakonzentrate, die aus dem Sprudelwasser Cola, Orangensaft oder sonst ein künstliches Süssgetränk machen. Die Geräte werden seit 1996 in der Industriezone der illegalen Siedlung Ma’aleh Adumin östlich von Jerusalem in der Westbank und die Aromakonzentrate seit 2003 in Ashkelon südlich von Tel Aviv produziert.

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  • Demonstration gegen Agrexco in Sete

    10.03.2010

    1300 Personen demonstrierten gegen den Bau eines Verteilzentruums von Agrexco in Sete (Südfrankreich).

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