Medienmitteilung: Kampagne KonsumentInnen Migros und Coop

30.05.2012

Categories: Konsumboykott

12000 Kundinnen und Kunden von Migros und Coop fordern die beiden führenden Grossverteiler auf, keine Waren aus Israel zu verkaufen.

BDS Schweiz, 29. Mai Eine Delegation von BDS Schweiz wurde am Freitag, 25. Mai 2012 am nationalen Geschäftssitz von Migros empfangen.
Dabei übergab sie über 12 000 Unterschriften von Konsumentinnen und Konsumenten, welche die beiden führenden Grossverteiler Migros und COOP auffordern, keine israelischen Produkte zu verkaufen, bis Israel das Völkerrecht einhält und die von den Vereinten Nationen anerkannten Rechte der Palästinenserinnen und Palästinenser respektiert.

BDS Schweiz begrüsst die am Treffen signalisierte Offenheit der Migros. Die Delegation hat auf die laufenden Verstösse des israelischen Staates gegen das Humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte hingewiesen. Anhand der drei Produkte SodaStream, Frühkartoffeln und Majoul-Datteln von Hadiklaim wurde beispielhaft aufgezeigt, wie israelische Unternehmen von der vom Staat praktizierten Apartheidpolitik profitieren. Diese stützt sich u.a. auf die Ausbeutung der palästinensischen Arbeitskräfte, die Besetzung konfiszierten Lands und die diskriminierende Verteilung von Wasser.

Die Migros zeigte sich aufgeschlossen für die Problematik der intransparenten Etikettierung von Produkten aus den besetzten palästinensischen Gebieten, die zurzeit unter „Made in Israel“ im Handel sind. BDS Schweiz begrüsst diese Haltung der Migros, die der von Israel bewusst verfolgten Verschleierung der Herkunft einen Riegel schieben würde, erachtet die korrekte Bezeichnung aber für ungenügend. Der britische Grossverteiler COOP hat kürzlich gezeigt, dass es möglich ist, eine mit den ethischen Grundsätzen des Unternehmens kohärente Geschäftspolitik zu verfolgen, und vier in den besetzten Gebieten niedergelassene Unternehmen als Lieferanten ausgeschlossen. Im Falle der südafrikanischen Apartheid hat sich gezeigt, dass der internationale Boykott ein wirksames ziviles Druckmittel gegenüber Staaten sein kann, die systematisch Menschenrecht verletzen. Auch die Grossunternehmen sind hier in der Pflicht. Angesichts der Unternehmensgrundsätze, auf die sich die Migros verpflichtet hat, und es guten Rufs, den das Unternehmen im Land geniesst, erwarten BDS Schweiz und über 12 000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Aufrufs ein beispielhaftes und klares Engagement der Migros zugunsten der Menschenrechte.BDS Schweiz bedauert die Weigerung von COOP, eine Delegation zu empfangen. Trotz Insistierens zeigt COOP den 12 000 Konsumentinnen und Konsumenten, die den Aufruf an die Grossverteiler unterschrieben haben, die kalte Schulter. BDS Schweiz wird die Kampagne fortsetzen, um den öffentlichen Druck auf die Grossverteiler zu erhöhen.

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