Apartheid gehört nicht auf unseren Tisch!

23.12.2012

Categories: Konsumboykott

Videoclip : Boykott Früchte der Apartheid

Apartheid gehört nicht auf unseren Tisch

Der Export israelischer Landwirtschaftsprodukte – Früchte, Gemüse, Kräuter, Blumen – ist eng verbunden mit der Kolonisierung von palästinensischem Land, dem Wasserraub und der Missachtung der Rechte der palästinensischen ArbeiterInnen. Seit Jahrzehnten nutzen israelische Landwirtschaftsunternehmen und -betriebe Land, das den PalästinenserInnen gehört. Israel hat grosse Flächen wasserreichen palästinensischen Landes – insbesondere das Jordantal – unter Militärverwaltung gestellt. Unter dem Vorwand fehlender Bewilligungen zerstört die israelische Armee regelmässig Wasserleitungen und Zisternen, um die Menschen von ihrem Land zu vertreiben.

Die Verfügungsgewalt über das Wasser spielt im Nahostkonflikt eine zentrale Rolle. Israel beansprucht das gesamte Wasser aus dem Jordan und 80 % des Grundwassers in den besetzten Gebieten. Den PalästinenserInnen in der Westbank stehen im Durchschnitt 162 Liter Wasser pro Kopf und Tag zur Verfügung, rund die Hälfte des israelischen Verbrauchs. Im Jordantal verbrauchen die SiedlerInnen sogar 13 000 Liter Wasser pro Kopf und Tag, wovon mehr als 12 000 Liter in die Landwirtschaft fliessen, oft für Exportprodukte. In vielen palästinensischen Dörfern hingegen müht sich die Bevölkerung damit ab, genug Wasser für den täglichen Bedarf zu besorgen, Bauern und Bäuerinnen müssen für ihre Felder teures Wasser von Tanklastwagen kaufen oder sind aus Wassermangel nicht in der Lage, ihr Land zu bestellen. Der Hydrogeologe Clemens Messerschmid spricht von Hydro-Apartheid.

Mit diesen Praktiken verletzt Israel als Besatzungsmacht nicht nur humanitäres Völkerrecht, sondern auch das Recht auf diskriminierungsfreien Zugang zu Wasser.
Mehadrin Tnuport, der grösste israelische Exporteur von Landwirtschaftsprodukten, der die in Konkurs gegangene Agrexco übernommen hat, will in der Schweiz ein grosses Lagerhaus eröffnen zur Belieferung des hiesigen Markts und der umliegenden Länder.

Wir appellieren an die Grossverteiler, keine Geschäfte mit der israelischen Apartheid zu machen und in ihren Läden keine israelischen Landwirtschafts-produkte anzubieten. Unterschreiben Sie den Aufruf an Migros und Coop an den Informationsständen in diversen Schweizer Städten oder auf www.bds-info.ch/aufruf.

Israelische Produkte? Kaufe ich nicht, bis Israel das Völkerrecht einhält und die legitimen Rechte der PalästinenserInnen anerkennt.

Hier finden Sie das Flugblatt als PDF.

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